Was kann ich dagegen tun?

TiSA wird unter Ausschluss der Öffentlichkeit verhandelt und ist daher nicht Teil der alltäglichen Politik, wie es ein Parlamentsbeschluss oder eine Volksinitiative ist. Deshalb kann sich auch der Widerstand gegen Abkommen wie TiSA nicht durch übliche Kanäle wie Referenden oder Motionen ausdrücken, weil diese bei TiSA schlicht nichts zu sagen haben. Was kann also gegen das Privatisierungsabkommen getan werden?
  • Die beste Art, der Geheimhaltung entgegenzuwirken, ist es, das Abkommen publik zu machen. Am Anfang steht also, sich selbst zu informieren. In der Linksammlung sind unterschiedlichste Texte zu TiSA zu finden.
  • Verbreite das Gelernte / die Infos weiter und kläre dein persönliches Umfeld, Freunde und Bekannte, über TiSA auf: Sprich darüber, gib anderen Texte zum lesen, teile es / sie  über Social Media.
  • Schliesslich gilt es, organisiert gegen das Abkommen vorzugehen. Infomiere dich fortlaufend über die TISA-verhandlungen und halte Augen und Ohren zu Aktionen gegen TiSA offen, schliesse dich ihnen an oder starte selber eine. Die Facebook-Seite Lotta Lauch informiert unregelmässig über öffentliche Veranstaltungen zu TiSA und ähnlichen Themen.
In der Schweiz ist der Widerstand gegen TiSA noch nicht stark zu spüren. Deshalb ist es schwierig, konkret zu handeln. Genau darum ist es sehr wichtig, sich und das persönliche Umfeld über Privatisierungen, Deregulierung und Neoliberalismus zu informieren (Infos zum Neoliberalismus hier). Denn nur wenn man TiSA als Teil einer grösseren Entwicklung begreift, ist es möglich, effizient dagegen vorzugehen. TiSA ist nur einer von unterschiedlichen Versuchen öffentliche Dienstleistungen zu deregulieren, zu liberalisieren und schliesslich zu privatisieren. Wenn wir folglich nur gegen TiSA kämpfen, steht morgen ein anderes Abkommen unter anderem Namen vor der Tür, wie es seit bald vierzig Jahren geschieht. Die Forderungen müssen tiefer greifen: Weg mit dem Profitstreben, weg mit einem System, das den Profit an höchstes Ziel definiert.
Wo noch wenig Gegenwind zu spüren ist, ist es wichtig neuen Widerstand aufzubauen. Es liegt also auch an dir, dich zu organisieren und auf deine Weise eine Praxis zu entwickeln.
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